Performance

In der Performance-Kunst kann Martin Molda all seine Energien besonders anschaulich verdichten und gebündelt zum Ausdruck bringen. Die Entstehung eines Bildes aus dem Moment heraus verlangt vom Künstler die Kraft und Präsenz, ungehemmt, situativ und spontan kreativ zu sein. Dabei wird mit den einfachsten Mitteln aus dem Vollen geschöpft. Die Farben werden direkt mit den Händen aufgetragen. Die malerische Arbeit findet unter Einsatz des gesamten Körpers statt. Nicht nur die Hände malen, sondern der ganze Körper arbeitet und schafft. Nachvollziehbar wird, was es heißt, unserem göttlichen Kern zu entsprechen und eine Schöpfung in die Welt zu setzen.
Durch die musikalische Untermalung entsteht eine Nähe zum Ausdruckstanz. Molda braucht Rhythmus, Leidenschaft, Hingabe des Gefühls. Nichts ist beliebig, jede Bewegung steht unter der drangvollen, zauberischen Kraft des Hervorbringens.
Auch die Themen sind vom Instinktiven und Intuitiven bestimmt, gehen an die Grenze des Sagbaren, bis in die dunklen Bereiche von Eros und Thanatos.
Über allen Performances aber steht das Zeichen der Vision. Die sucht der trägen Materie, der trägen Tradition, den trägen Beziehungen ihre geistige Substanz zu entreißen. Unerbittlich rückt sie den alten Schlacken zuleibe, den liebgewordenen Beschwernissen, dem gewohnheitsmäßigen Unglück.
Und darum geht es bei Moldas Werken im Kern: Alte Verkrustungen aufzulösen und den Blick freizumachen für eine neue, eine lebendigere Welt.

Bei dieser Kunst-Aktion gelang es dem Live-Performer Martin Molda eine atmo- sphärische Dichte zu erzeugen, die seinesgleichen suchte. Eine Free-Jazz-Band steigerte die Stimmung zusätzlich mit freier Rhythmik, in der Molda spontan vor dem Publikum expressiv agierte. Improvisation im Augenblick. So entstand in enormer Geschwindigkeit ein ausdrucksstarkes extravagantes Aktbild.

Diese Performance mit Action Painting und Tanz-Ensemble fand im Posthof in Linz statt. “Kollaps“ nennt die Choreographin Andrea Müller ihre Tanz-Performance in Kooperation mit Performance-Künstler Martin Molda.

This performance featuring action painting and a dance ensemble took place at the Posthof in Linz. Choreographer Andrea Müller calls her dance performance in collaboration with performance artist Martin Molda “Kollaps” (Collapse).

Ausgangspunkt war der 120 jährige Todestag vom russischen Dichter Fjodor Dostojewski. Martin Molda interpretierte bei dieser Live-Performance die Themen Religion, Leidenschaft und Ekstase. Diese extrem körperbetonte Performance wurde mit der Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowski hervorragend untermalt. Mit charismatischen Laiendarstellern wurde diese Kunstaktion in großformatigen Bühnenbildern im neuen Rathaus Linz in Szene gesetzt.

The starting point was the 120th anniversary of the death of the Russian poet Fyodor Dostoyevsky. Martin Molda interpreted the themes of religion, passion and ecstasy at this live performance. This extremely physical presentation was accompanied by the music of Pyotr Ilyich Tchaikovsky. This art action was staged with charismatic lay actors in large-format stage sets at the New City Hall of Linz.

Die Live-Performance mit dem Thema Beziehung und Freiheit fand im Atelier Leonding statt. Der Künstler Molda transportierte bei dieser Aktion das Informa- tionsfeld Haut = „Gelebtes Leben“. Dem 80jährigen Modell wurde während des Happenings das Kleid am Rücken aufgeschnitten. Zu schamanistischer Live-Musik wurde ihr mit Acrylfarbe das Geburtsdatum auf die Haut geschrieben – ein Symbol für Freiheit als Geburtsrecht. Durch diesen Kunst-Event wurde ein wertvolles menschliches Leben sichtbar gemacht, von der Einsamkeit zur Zweisamkeit bis zur Achtsamkeit.

The live performance addressing the topic of relationship and freedom took place at the Leonding studio. At this art action the artist Molda transported the informa- tion field skin = “lived life.” The dress of the 80-year-old model was cut open at the back during this happening. To the strains of shamanistic live music, her date of birth was written on her skin with acrylics – a symbol for the freedom of birthright. A precious human life was made visible through this event – a life from loneliness to togetherness to attentiveness (the title is a wordplay in German that involves the numbers one [eins], two [zwei] and eight [acht]).

Dieser Kunst-Event war ein zeremonielles Begräbnisritual. Das Modell verkörperte das blühende Leben mit seiner Vergänglichkeit. Das Skelett repräsentierte den sichtbaren Tod. Die Kunst-Performance wurde live gefilmt und in verschiedene Ebenen im Stadtmuseum Leonding zeitgleich übertragen. Dadurch wurde das Publikum im gesamten Stadtmuseum in die intensive Dramaturgie mit einbezogen.

This art event was a ceremonial burial ritual. The model embodies flourishing life with its transitoriness. The skeleton represents visible death. Filmed live, the art performance was simultaneously broadcast on the various levels of the Leonding City Museum. The audience was thus incorporated into the intensive dramaturgy in the whole city museum.

Martin Molda arbeitet bei seinen Live-Aktionen immer mit dem geschriebenen Wort. Später werden die Worte übermalt und es entstehen großformatige Werke mit charismatischer Kraft. Diese Performance fand in der Michaeliskirche Linz kurz vor Ostern statt. Ein Symbol für die Auferstehung und Überwindung des Todes. Der gewählte Triptychon repräsentierte in charakteristischer Weise die Trinität – „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“.

Martin Molda always works with the written word in his live actions. Later the words are painted over and large-sized works with charismatic power emerge. This performance took place at the Michaeliskirche in Linz shortly before Easter. A symbol for resurrection and overcoming death. The chosen triptych represents the trinity in a characteristic manner – “in the name of the Father and the Son and the Holy Ghost.”

Zu Ehren des verstorbenen ungarischen Künstlerfreundes Ferenc Bihary wurde diese gemeinsame Kunstausstellung von Martin Molda mit einer Akt–Live–Performance eröffnet. Mit einer klaren Präsenz agierten die beiden Modelle im Kunstraum. Die bewegenden Klänge eines venezolanischen Cellisten bewirkten eine lyrische Stimmung. In eindrucksvoller Weise gelang Martin Molda ein punktgenaues Aktion-Painting, indem er den intensiven Mal-Rhythmus bis zur Ekstase steigerte.

In the honor of the deceased Hungarian artist friend Ferenc Bihary, this joint art exhibition was opened by Martin Molda with a live nude portrait performance. Both models performed with a distinct presence in the art space. The moving sounds of a Venezuelan cellist brought about a lyrical atmosphere. Martin Molda impressively created a precisely accurate action painting by raising the intensive painting rhythm to ecstatic heights.

Für den Künstler Martin Molda ist jede Performance eine Art persönlicher Gottesdienst. Achtsamkeit – Dankbarkeit – Ekstase. Eingeleitet wurde dieser Kunst-Event von einem Cellisten mit einem poetischen Klangteppich. Das Modell verkörperte eine erotische Mystik. Bei dieser Kunst-Aktion gelang es Molda, den scheinbaren Gegensatz von Eros und Religion aufzuheben, zu transformieren und zu vereinen.

Every performance is a type of personal worship service for the artist Martin Molda. Mindfulness – gratitude – ecstasy. This art event was introduced by a cellist with a poetic soundscape. The model embodied an erotic mysticism. Molda succeeded in dissolving, transforming and uniting the apparent antithesis of eros and religion at this art action.

Neben dem dreiteiligen Bühnengerüst und einer Leiter dienten dem Performer Martin Molda vor allem seine Hände (Fingermalerei) als Werkzeug bei dieser Open-Air Veranstaltung im malerischen Innenhof des Seminarhauses Kletzmayrhof. Von improvisierten Klängen einer Jazz-Formation inspiriert, entstand spontan ein Frauenportrait auf dem Bühnenbild. Was als Frauenbildnis begann, entwickelte sich im Laufe des ausdrucksstarken Malprozesses zu einem kraftvollen abstrakten Triptychon.

In addition to the three-piece stage scaffolding and a ladder, Martin Molda‘s hands (finger painting) particularly served as tools at this open air event in the picturesque inner courtyard of the Kletzmayrhof seminar house. Inspired by the improvised sounds of a jazz combo, Molda spontaneously created a female portrait on the stage set. What began as the image of a woman developed into a powerful, abstract triptych in the course of the expressive painting process.

In der Oberösterreichischen Kirche Treffling zelebrierte der Bildende Künstler Martin Molda einen andächtigen Kunst-Event, grandios begleitet von einem Pianisten. Der Performer erschuf im Altarbereich einen heiligen Raum, der diese besondere Kunst-Aktion zum einzigartigen Erlebnis machte. Die jahrelange intensive Auseinandersetzung des Künstlers mit der religiösen, geistigen Welt war bei diesem Event deutlich spürbar. In einer enorm kurzen Zeitspanne manifestierte Molda ein Triptychon vom Erzengel Raphael.

In the church in Treffling, Upper Austria, the visual artist Martin Molda celebrated a reverent art event, grandiosely accompanied by a pianist. The performer created a sacred space in the altar area which made this special art action into a unique experience. The artist‘s long years of intensive involvement with the religious, spiritual world was clearly perceptible at this event. Molda manifested a triptych of Archangel Raphael within an enormously short time span